Frankreich bleibt ein glaubwürdiger Partner in der Außen- und Europapolitik, aber es besteht großer innerer Reformbedarf
Wien (OTS / SK) – Nach der zweiten Runde der Parlamentswahlen in Frankreich verliert die Bewegung des liberalen Präsidenten Emmanuel Macron ihre Mehrheit. Der Leiter der SPÖ-EU-Delegation, Andreas Schieder, sieht in der Zusammenarbeit mit dem vereinten linken NUPES-Block eine gute Botschaft an das EU-Parlament, um eine stabile Regierung zu garantieren. Ein Abkommen mit der United Left Alliance wäre eine historische Gelegenheit, einen internen Reformprozess einzuleiten und die Grundlagen der Französischen Republik zu erneuern. Macrons konstruktive Außen- und Europapolitik als Stabilitätsanker, umrahmt vom ambitionierten Reformprogramm der Linksparteien, wäre eine tragfähige Regierungsvariante und könnte der Kitt für die schwer angeschlagene französische Republik sein. Emanuel Macron muss diese Chance nutzen, denn die große Unterstützung der rechtsextremen Parteien ist ein Ergebnis seiner Regierungsarbeit in den vergangenen Jahren. Eine starke Sozialpolitik ist jetzt der Schlüssel, um diejenigen Teile der Gesellschaft wiederzugewinnen, die in den letzten Jahren in der Politik vernachlässigt und abgehängt wurden und angesichts der aktuellen sozialen Unruhen durch Preisspitzen und Krieg nicht sein sollten, wenn es nicht regnet der Politik.” **** (schließen) λσ
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Jakob Flossmann Vertreter der SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament +43 660 562 11 99 [email protected]