Im Gegensatz zu früheren Generationen königlicher Väter, die oft eine gewisse Distanz zu ihren Nachkommen hielten, enthüllte William stolz, dass er die erste Windel seines ältesten Sohnes, Prinz George, wechselte. Diese Fähigkeit konnte er dann noch zweimal mit seiner Tochter Charlotte und seinem Sohn Louis unter Beweis stellen. Seinen eigenen Angaben zufolge teilte er sich während des Lockdowns des Coronavirus die Betreuung der beiden älteren Kinder zu Hause mit seiner Frau Kate und half bei Matheproblemen. William selbst war gerade einmal zehn Jahre alt, als sich seine Eltern, Prinz Charles und Prinzessin Diana, scheiden ließen. Im Alter von 15 Jahren musste er den Tod seiner Mutter einsehen – das Bild von William und Prinz Harrys jüngerem Bruder, der mit gesenktem Kopf und unter den Augen der Welt hinter dem Sarg herging, hat sich tief in das öffentliche Gedächtnis eingebrannt. Der frühe Tod seiner Mutter auf der Flucht vor den Paparazzi führte dazu, dass William bis heute die Beziehungen zu den Medien und Journalisten belastete – und seine Familie so weit wie möglich aus dem Rampenlicht hielt. William lernte seine Frau Kate an der University of St. Andrews in Schottland kennen. Er erkannte es, als er an einer Studentenmodenschau teilnahm. Die beiden heirateten 2011. Seitdem sind aus den ehemaligen Studentenliebhabern royale Eltern und Botschafter geworden. Da Elizabeth II. ihre öffentlichen Auftritte in den letzten Jahren altersbedingt reduziert hat, sind die royalen Verpflichtungen von William und Kate gestiegen. Sie wirken beide – vor allem für royale Verhältnisse – entspannt und natürlich und gewinnen damit viel Sympathie. Beide engagieren sich für Umwelt- und Naturschutzbelange sowie Projekte zur Förderung der psychischen Gesundheit. Sie sind das moderne Gesicht der Monarchie. Die Nummer zwei in der Reihe um den britischen Thron gibt selten Interviews. Aber er scheut sich nicht, offen zu sprechen. Er reagierte heftig, als Prinz Harrys Bruder und seine Frau Megan in einem schockierenden TV-Interview der königlichen Familie Rassismus vorwarfen. „Wenn es eine Sache gibt, die wir nicht sind, dann ist es eine rassistische Familie“, sagte William gegenüber Reportern. Seitdem ist das Verhältnis der beiden Brüder angespannt. Bei der Beerdigung ihres Großvaters Prinz Philip im vergangenen Jahr hielten sie die meiste Zeit Abstand, nur auf Initiative von Williams Frau Kate wechselten sie im Gehen ein paar Worte. Und neulich bei den Feierlichkeiten zum 70. Thronjubiläum ihrer Großmutter wirkte die Beziehung kühl. Ob Harry zu Williams 40. Geburtstag zu den Gratulanten gehören wird, bleibt abzuwarten.