Sie wurden in Kaltbrunn gefangen und dann nach Rüti gebracht Die Kantonspolizei Zürich hat am Samstag ein Gelände in Route durchsucht und zwei Dutzend Rechtsextremisten zurückgedrängt. Inzwischen ist bekannt: Das Treffen hätte in Kaltbrunn stattfinden sollen – dort wurden sie aber entlarvt. Veröffentlicht: 19.06.2022 um 13:44 Uhr | Aktualisiert: vor 2 Minuten Am Samstag gegen 21 Uhr erhielt die Kantonspolizei Zürich die Meldung, dass in einer Baracke am Rüti ZH ein Treffen von Anhängern der rechtsextremen Szene stattfände und Straftaten begangen werden könnten. Eine Polizeistreife wurde gerufen und traf laut Polizeiaussage auf etwa 50 Personen, die die Waldhütte offenbar mit falschen Angaben angemietet hatten. Nun steht fest: Das Treffen der rechtsextremen Szene hätte in Kaltbrunn SG stattfinden sollen.
Rechtsextreme mieten oft andere Räume
Die Kantonspolizei St. Gallen sagte am Montag, sie habe ein Treffen und ein mögliches Konzert eines rechtsextremen Netzwerks mit Teilnehmern aus der Schweiz und Deutschland verhindern können. Gemäss der Kantonspolizei St. Gallen wird über einen Zusammenhang zwischen dem Vorfall auf Rüti ZH und der Gruppe spekuliert, die in Kaltbrunn SG eine Eventlocation mieten wollte. “Es könnte durchaus das gleiche Team sein”, sagt Hanspeter Krüsi gegenüber Blick. Die extreme Rechte hält sich oft viele Optionen offen. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass diese Gruppen manchmal viel Platz an verschiedenen Standorten mieten. „Das liegt daran, dass sie auf Verbote warten“, sagt Krüsi. Dank einer Ergänzung des Polizeigesetzes wurde die geplante Versammlung in Kaltbrunn laut Kantonspolizei sofort untersagt. Das Gesetz ermöglicht ein Verbot von Veranstaltungen, wenn die demokratische und rechtsstaatliche Grundordnung oder das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung durch die Veranstaltung erheblich beeinträchtigt werden.
Aus der Schweiz und Deutschland
In der Nacht waren weitere Einsatzkräfte auf Rüti ZH im Einsatz, um die rund 55 bereits anwesenden und eingetroffenen Personen zu kontrollieren. Etwa ein Dutzend Menschen wurden evakuiert. Etwa 30 weitere konnten nicht abgeschoben werden, weil sie nicht fahren konnten und über Nacht blieben. In der Nacht kontrollierte die Polizei mehrfach die Ordnung. Die Teilnehmenden sind Personen aus der Schweiz und Deutschland zwischen 22 und 56 Jahren. Die Operation verlief ohne Probleme und wurde kurz nach Mitternacht abgeschlossen. (ced / dzc) Das könnte Sie auch interessieren